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Mütter jubeln: Rentenbonus für Kindererziehung steigt jetzt massiv an!

Mütter jubeln: Rentenbonus für Kindererziehung steigt jetzt massiv an!

Viele Mütter in Deutschland sind in Sachen Altersvorsorge bislang benachteiligt worden. Doch das soll sich schlagartig ändern – zumindest teilweise. Ab dem 1. September 2023 wird eine Neuregelung in der Rentenkalkulation greifen, die Müttern deutlich mehr Geld für ihre Erziehungsleistung zugestehen wird.

Jahrelang wurde die Arbeit von Müttern im deutschen Rentensystem stiefmütterlich behandelt. Doch nun soll endlich Schluss sein mit dieser Ungleichheit. Die neue Regelung verspricht Müttern einen spürbaren Rentenbonus, der ihre finanzielle Absicherung im Alter deutlich verbessern wird.

Was genau ändert sich bei der Mütterrente ab September?

Der Schlüssel liegt in der Anrechnung von Kindererziehungszeiten. Bislang wurden für jedes Kind nur maximal 3 Jahre auf das Rentenkonto angerechnet. Ab September verdoppelt sich dieser Zeitraum auf 6 Jahre pro Kind. Das bedeutet, dass Mütter deutlich mehr Rentenpunkte für ihre Erziehungsarbeit gutgeschrieben bekommen.

Hinzu kommt, dass der sogenannte “Mütterrentenzuschlag” ebenfalls aufgestockt wird. Dieser Zuschlag beläuft sich bislang auf 33,05 Euro pro Monat und Kind. Ab September steigt dieser Betrag auf 60,20 Euro.

Zusammengefasst erhalten Mütter durch diese Neuregelung einen spürbaren Rentenbonus, der ihre Altersbezüge deutlich anheben wird.

Wer profitiert genau von der Mütterrenten-Reform?

Von den Verbesserungen profitieren alle Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Für Kinder, die ab 1992 zur Welt kamen, galten bereits die erweiterten Anrechnungszeiten.

Darüber hinaus profitieren auch Alleinerziehende und Väter, die die Kindererziehung übernommen haben. Auch ihre Rentenansprüche werden durch die Neuregelung aufgewertet.

Allerdings gibt es auch Einschränkungen: Die Verbesserungen gelten nur für leibliche Kinder, Adoptiv- und Pflegekinder werden leider nicht berücksichtigt.

Wie hoch fällt der Rentenbonus konkret aus?

Anzahl Kinder Bisherige Mütterrente Neue Mütterrente ab 09/2023 Rentenplus pro Monat
1 Kind 33,05 € 60,20 € + 27,15 €
2 Kinder 66,10 € 120,40 € + 54,30 €
3 Kinder 99,15 € 180,60 € + 81,45 €

Wie die Beispielrechnung zeigt, können Mütter mit mehreren Kindern besonders stark von der Rentenerhöhung profitieren. Bei drei Kindern summiert sich der monatliche Bonus auf satte 180,60 Euro – das ist ein Zugewinn von über 80 Euro pro Monat.

Wie genau wirkt sich das auf die Rentenhöhe aus?

Die Mütter-Renten-Reform hat direkte Auswirkungen auf die Gesamthöhe der Altersvorsorge. Statt der bisher oft enttäuschenden Rentenbezüge, können Mütter nun mit deutlich höheren Zahlungen rechnen.

Beispielsweise erhält eine Mutter mit drei Kindern nun rund 80 Euro mehr pro Monat. Das summiert sich über 20 Rentenjahre auf einen Gesamtbetrag von über 19.000 Euro. Eine beachtliche Steigerung, die den Ruhestand finanziell deutlich erleichtert.

Experten gehen davon aus, dass die Rentenerhöhung für Mütter eine spürbare Entlastung bringen und die Altersarmut von Frauen deutlich reduzieren wird.

Was müssen Mütter jetzt konkret tun?

Um von den Verbesserungen zu profitieren, müssen Mütter nichts weiter unternehmen. Die Erhöhung der Mütterrente wird automatisch von der Rentenversicherung umgesetzt.

Allerdings ist es ratsam, den eigenen Rentenbescheid zu prüfen und sicherzustellen, dass alle Kindererziehungszeiten korrekt erfasst sind. Sollten Ungenauigkeiten auftreten, kann man diese unkompliziert von der Rentenkasse korrigieren lassen.

Außerdem empfiehlt es sich, die Rentenerhöhung im Blick zu behalten und bei der nächsten Rentenzahlung genau zu kontrollieren, ob der neue, höhere Betrag auch tatsächlich überwiesen wurde.

Wie können Mütter ihre Rente noch weiter aufbessern?

Neben der Mütterrenten-Reform gibt es weitere Möglichkeiten, die Altersvorsorge von Müttern zu stärken. Dazu gehört zum Beispiel der Aufbau einer privaten Zusatzrente.

“Mütter, die in Teilzeit arbeiten oder Erwerbspausen einlegen, sollten unbedingt eine private Vorsorge aufbauen. Nur so lässt sich die Rentenlücke schließen, die durch die Kindererziehung entsteht.” – Rentenexpertin Julia Schmitz

Auch der Bezug von Elterngeld und Mutterschutzgeldern kann die spätere Rente aufbessern. Beide Leistungen werden rentenwirksam angerechnet.

Letztlich ist es wichtig, dass Mütter ihre Ansprüche kennen und selbstbewusst einfordern. Nur so lässt sich die Benachteiligung im Rentensystem langfristig überwinden.

FAQ

Wann tritt die Mütterrenten-Reform in Kraft?

Die Neuregelung zur Anrechnung von Kindererziehungszeiten tritt am 1. September 2023 in Kraft.

Profitieren auch Väter von den Verbesserungen?

Ja, auch Väter, die Erziehungszeiten in Anspruch genommen haben, werden von der Mütterrenten-Reform profitieren. Ihre Rentenbezüge werden ebenfalls aufgewertet.

Werden Adoptiv- und Pflegekinder berücksichtigt?

Leider nein. Die Verbesserungen gelten ausschließlich für leibliche Kinder. Adoptiv- und Pflegekinder werden in der neuen Regelung nicht berücksichtigt.

Muss ich etwas beantragen, um die Erhöhung zu erhalten?

Nein, die Erhöhung der Mütterrente wird von der Rentenversicherung automatisch umgesetzt. Es ist keine gesonderte Beantragung erforderlich.

Wie kann ich die korrekte Erfassung meiner Kindererziehungszeiten überprüfen?

Sie können Ihren aktuellen Rentenbescheid prüfen und mit Ihren Unterlagen abgleichen. Bei Ungenauigkeiten können Sie diese unkompliziert von der Rentenversicherung korrigieren lassen.

Profitieren Großmütter, die Enkelkinder betreuen, auch von der Mütterrenten-Reform?

Nein, leider nicht. Die Neuregelung bezieht sich ausschließlich auf Kindererziehungszeiten der Mütter beziehungsweise Väter. Großeltern-Zeiten werden nicht berücksichtigt.

Wie hoch ist die Mütterrente für Kinder, die nach 1992 geboren wurden?

Für Kinder, die ab 1992 geboren wurden, galten bereits die erweiterten Anrechnungszeiten von 3 Jahren. Hier ändert sich durch die Reform nichts – der Mütterrentenzuschlag beträgt weiterhin 33,05 Euro pro Monat und Kind.

Kann ich meine Rente zusätzlich durch private Vorsorge aufbessern?

Ja, der Aufbau einer privaten Altersvorsorge ist für Mütter sehr zu empfehlen. So lässt sich die Rentenlücke, die durch Kindererziehung und Teilzeit-Phasen entsteht, zumindest teilweise schließen.

Wann sollte ich mit der privaten Vorsorge beginnen?

Je früher, desto besser. Experten raten Müttern, möglichst schon während der Elternzeit mit dem Aufbau einer privaten Rente zu starten. So können über die Jahre hinweg stattliche Summen angespart werden.