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Geheimnisse der perfekten Kartoffeln: Tipps von Spitzenköchen, die Sie ausprobieren müssen!

Geheimnisse der perfekten Kartoffeln: Tipps von Spitzenköchen, die Sie ausprobieren müssen!

Wer kennt es nicht? Man kocht Kartoffeln und am Ende sind sie entweder matschig oder hart wie Beton. Dabei ist es gar nicht so schwer, perfekte Kartoffeln auf den Tisch zu bringen – wenn man ein paar einfache Tricks beherrscht. Die besten Köche verraten ihre Geheimnisse, damit Ihre Kartoffeln endlich immer genau richtig sind.

Egal ob als Beilage, im Salat oder als Hauptgericht – Kartoffeln gehören in der deutschen Küche einfach dazu. Doch was viele nicht wissen: Es kommt gar nicht so sehr auf das Rezept an, sondern vielmehr auf die richtige Zubereitung an. Mit den richtigen Handgriffen und ein paar Geheimtipps gelingen Kartoffeln garantiert.

Die Wahl der richtigen Kartoffelsorte ist entscheidend

Oft landen in deutschen Haushalten einfach die erstbesten Kartoffeln im Einkaufskorb. Doch das kann nach hinten losgehen. Nicht jede Sorte eignet sich für jede Zubereitungsart gleich gut. Festkochende Sorten wie die Bamberger Hörnchen oder die Princess bleiben nach dem Kochen schön fest und strukturiert. Mehlige Kartoffeln wie Marlen oder Thea zerfallen dagegen leicht und sind perfekt für Pürees oder Kroketten.

Will man Bratkartoffeln zubereiten, sind festkochende Sorten die bessere Wahl. Mehlige Kartoffeln werden hier schnell matschig. Für Salate sind dagegen die mehligen Sorten zu empfehlen, da sie sich leicht zerkleinern lassen.

Der erste Schritt zu perfekten Kartoffeln ist also die richtige Sorte auszuwählen – je nach Gericht und Zubereitungsart.

Mit oder ohne Schale? Das sind die Vor- und Nachteile

Ob man die Kartoffeln mit oder ohne Schale kocht, ist ebenfalls entscheidend. Die Schale enthält wertvolle Nährstoffe wie Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Außerdem bleibt das Aroma der Kartoffeln mit Schale intensiver. Allerdings ist die Garzeit etwas länger und die Kartoffeln müssen sorgfältig gereinigt werden.

Wer es schneller haben möchte oder empfindlichen Magen hat, entfernt die Schale am besten vorher. Dann sind die Kartoffeln auch leichter zu schälen, wenn sie fertig sind.

Grundsätzlich gilt: Für Salate, Pürees und Beilagen sind geschälte Kartoffeln die bessere Wahl. Für Bratkartoffeln, Ofenkartoffeln oder Pellkartoffeln lässt man die Schale besser dran.

Kaltes oder kochendes Wasser? So starten Sie perfekt

Viele Menschen schwören darauf, Kartoffeln immer in kaltes Wasser zu geben und dann aufzusetzen. Doch das ist nicht immer die beste Methode. Besser ist es, die Kartoffeln direkt in kochendes Salz wasser zu geben. So werden sie schneller gar und behalten mehr Nährstoffe.

Wer die Kartoffeln dennoch in kaltes Wasser gibt, sollte darauf achten, dass das Wasser schnell zum Kochen kommt. Ansonsten ziehen die Kartoffeln zu viel Wasser und werden matschig.

Der ideale Startpunkt für perfekte Kartoffeln ist also ein Topf mit kochendem Salzwasser.

Den richtigen Garpunkt erkennen

Egal ob geschält oder mit Schale – die Kartoffeln müssen genau den richtigen Garpunkt erreichen. Ist er zu früh, sind sie noch hart. Ist er zu spät, zerfallen sie zu Brei. Es braucht etwas Übung, den perfekten Moment zu erwischen.

Ein guter Indikator ist, wenn sich die Kartoffeln leicht mit einer Gabel zerstechen lassen. Sie sollten weich, aber noch fest genug sein. Wer unsicher ist, probiert am besten eine Kartoffel heraus und verkostet sie.

Übrigens: Kartoffeln, die in Salzwasser gekocht wurden, sind meist früher gar als solche aus reinem Wasser.

Mit Dampf statt Wasser: Noch schneller und nährstoffschonend

Wer es noch nährstoffschonender mag, kann die Kartoffeln auch im Dampfgarer zubereiten. So bleiben wichtige Vitamine und Mineralstoffe besser erhalten.

Der Vorteil: Kartoffeln gart man im Dampfgarer in der Regel schneller als im Wasser. Außerdem müssen sie nicht extra geschält werden – die Schale lässt sich nach dem Garen leicht abziehen.

Wer keinen Dampfgarer zu Hause hat, kann die Kartoffeln auch in einem Sieb über kochendem Wasser dämpfen. Hauptsache, sie kommen nicht direkt mit dem Wasser in Berührung.

Essig und Natron im Kochwasser: Die geheimen Helfer

Zwei unscheinbare Zutaten können die Kartoffelzubereitung deutlich verbessern: Essig und Natron.

Essig sorgt dafür, dass die Kartoffeln schön fest bleiben und nicht zu matschig werden. Am besten gibt man einen Esslöffel Essig ins Kochwasser.

Natron wiederum verhindert, dass die Kartoffeln braun werden. Einfach einen halben Teelöffel in den Topf geben.

Diese beiden Hausmittel sind echte Geheimtipps vieler Spitzenköche für perfekt gegarte Kartoffeln.

Schnell und lecker: Mit Mikrowelle und Resteverwertung

Manchmal muss es aber auch ganz schnell gehen. Dann kann man Kartoffeln auch prima in der Mikrowelle zubereiten. Einfach die gewaschenen und eventuell geschnittenen Kartoffeln in eine mikrowellengeeignete Schüssel geben, mit etwas Wasser beträufeln und abgedeckt für 5-10 Minuten erhitzen.

Für Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat eignen sich auch wunderbar Reste von gekochten Kartoffeln. Einfach kurz anbraten oder kalt verarbeiten.

So holen Sie das Beste aus Ihren Kartoffeln raus – egal ob für ein schnelles Mittagessen oder ein aufwendiges Festmahl.

Typische Fehler – und so vermeiden Sie sie

Fehler Lösung
Zu viele Kartoffeln im Topf Kartoffeln nicht zu dicht aneinander geben, damit sie gleichmäßig gar werden.
Zu langes Kochen Garpunkt regelmäßig prüfen und rechtzeitig vom Herd nehmen.
Zu wenig Salz im Kochwasser Großzügig salzen, damit die Kartoffeln Geschmack aufnehmen.
Keine Essig- oder Natronzugabe Für festere Konsistenz etwas Essig und Natron ins Kochwasser geben.

“Viele Köche machen den Fehler, die Kartoffeln zu lange kochen zu lassen”, verrät Sternekoch Alexander Herrmann. “Dann zerfallen sie zu Brei. Besser ist es, sie etwas bissfest zu lassen und im Anschluss noch fertig zu garen.”

“Entscheidend ist auch die richtige Kartoffelsorte. Für Salate sind mehlige Kartoffeln ideal, für Bratkartoffeln dagegen festkochende Sorten”, erklärt Ernährungsberaterin Julia Manger.

“Viele Leute denken auch, dass Kartoffeln immer in kaltes Wasser müssen. Das stimmt aber nicht. Besser ist es, sie direkt in kochendes Salzwasser zu geben”, rät Kochbuchautorin Tina Ruland.

Wie lange müssen Kartoffeln kochen?

Die Kochzeit hängt von der Kartoffelsorte und Zubereitungsart ab. Festkochende Sorten brauchen in der Regel 15-20 Minuten, mehlige Kartoffeln etwas länger, etwa 20-25 Minuten.

Warum werden Kartoffeln manchmal braun?

Kartoffeln können braun werden, wenn sie zu lange kochen oder zu viel Sauerstoff ausgesetzt sind. Etwas Natron im Kochwasser verhindert das effektiv.

Wie lassen sich Kartoffeln am besten schälen?

Kartoffeln lassen sich am besten schälen, wenn sie noch etwas warm sind. Dann löst sich die Schale deutlich leichter als bei kalten Kartoffeln.

Können gekochte Kartoffeln auch kalt serviert werden?

Ja, gekochte Kartoffeln eignen sich hervorragend für Kartoffelsalate oder andere kalte Gerichte. Wichtig ist, dass sie nach dem Kochen gut abkühlen können.

Wie lagere ich Kartoffeln richtig?

Kartoffeln sollten dunkel, kühl und trocken gelagert werden. Direkte Sonneneinstrahlung und feuchte Umgebung sind ungeeignet, da sie das Keimen fördern.

Wie lange halten sich gekochte Kartoffeln?

Gekochte Kartoffeln halten sich im Kühlschrank etwa 3-4 Tage. Wichtig ist, dass sie in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt werden, damit sie nicht austrocknen.

Kann man Kartoffeln vorkochen und später aufwärmen?

Ja, vorgekochte Kartoffeln lassen sich gut aufwärmen. Am besten kurz in der Pfanne anbraten oder im Ofen erhitzen, damit sie wieder knusprig werden.

Welche Öle sind zum Braten von Kartoffeln geeignet?

Für Bratkartoffeln eignen sich neutrale Öle wie Raps-, Sonnenblumen- oder Erdnussöl am besten. Sie haben einen hohen Rauchpunkt und verfärben die Kartoffeln nicht.