Es ist eine Situation, die viele Menschen kennen: Sie begegnen auf der Straße einem Hund, der offensichtlich herrenlos ist. Was tun Sie in einem solchen Fall? Viele Menschen handeln aus dem Bauch heraus und versuchen, den Hund selbst unterzubringen. Doch das kann rechtlich und finanziell nach hinten losgehen. Erfahren Sie hier, wie Sie in so einer Situation rechtssicher vorgehen.
Sofort den Chip überprüfen lassen
Der erste Schritt ist, den Hund umgehend zu einem Tierarzt oder in ein Tierheim zu bringen und dort den Mikrochip überprüfen zu lassen. Dieser ist für Hunde gesetzlich vorgeschrieben und ermöglicht eine schnelle Identifizierung und Rückverfolgung des Besitzers.
Viele Halter vergessen leider regelmäßig, den Chip bei Adressänderungen oder Umzügen aktualisieren zu lassen. Deshalb kann es sein, dass der Hund zwar gechippt ist, der Besitzer aber trotzdem nicht erreicht werden kann.
Nur wenn der Chip tatsächlich nicht vorhanden ist, dürfen Sie weitere Schritte in die Wege leiten.
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Melden Sie den Hund umgehend bei den Behörden
Sobald klar ist, dass der Hund nicht gechippt ist, müssen Sie ihn bei den zuständigen Behörden melden. Das ist in den meisten Bundesländern Pflicht. Nur so können die Besitzer schnell informiert und eine Rückgabe ermöglicht werden.
Viele Menschen versuchen, den Hund heimlich unterzubringen, um ihn “zu retten”. Das ist aber nicht nur illegal, sondern kann auch teure Folgen haben. Denn der rechtmäßige Besitzer könnte Sie auf Herausgabe des Tieres verklagen.
Melden Sie den Hund also am besten direkt beim Ordnungsamt, der Polizei oder einem Tierheim. Dort wird er in Obhut genommen und die Suche nach dem Besitzer gestartet.
Versuchen Sie selbst, den Besitzer zu finden
Neben der offiziellen Meldung können Sie auch selbst aktiv werden und nach dem Besitzer suchen. Hängen Sie Zettel auf, posten Sie in Sozialen Medien oder gehen Sie in der Nachbarschaft herum. Je mehr Menschen vom herrenlosen Hund erfahren, desto größer sind die Chancen, den Besitzer zu finden.
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Achten Sie dabei aber unbedingt darauf, den Hund nicht einfach mitzunehmen. Das wäre rechtlich gesehen eine Unterschlagung. Lassen Sie ihn lieber beim Ordnungsamt oder Tierheim, bis der rechtmäßige Besitzer gefunden ist.
Erst wenn alle Versuche, den Besitzer zu finden, gescheitert sind, können Sie den Hund selbst adoptieren – allerdings nur über die offiziellen Wege.
Adoptieren Sie den Hund nur über das Tierheim
Wenn der Besitzer trotz aller Bemühungen nicht gefunden werden kann, haben Sie die Möglichkeit, den Hund selbst zu adoptieren. Das funktioniert aber nur über das zuständige Tierheim oder Ordnungsamt.
Eine “private Übergabe” ohne Chip und Papiere ist nicht erlaubt und kann teure Folgen haben. Denn der Besitzer könnte den Hund jederzeit zurückfordern. Lassen Sie sich also unbedingt eine Adoptionsurkunde ausstellen.
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So stellen Sie sicher, dass der Hund rechtssicher bei Ihnen bleibt und Sie im Zweifelsfall vor Gericht bestehen können.
Seien Sie geduldig und hartnäckig
Die Suche nach dem Besitzer eines herrenlosen Hundes kann sich manchmal über Wochen oder sogar Monate hinziehen. Geben Sie also nicht zu schnell auf, sondern bleiben Sie dran.
Melden Sie den Hund regelmäßig bei den Behörden und informieren Sie weiterhin Ihre Nachbarn und in sozialen Medien. Je mehr Menschen vom Hund erfahren, desto größer sind die Chancen, dass sich der Besitzer meldet.
Auch wenn es manchmal frustrierend sein kann: Nur so können Sie sicher sein, dass der Hund wieder bei seinem rechtmäßigen Besitzer landet.
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Übernehmen Sie vorerst selbst die Kosten
Wenn Sie einen Hund ohne Chip finden, müssen Sie zunächst selbst für alle Kosten aufkommen. Dazu gehören Futter, Unterkunft im Tierheim und gegebenenfalls Tierarztbesuche.
Erst wenn der Besitzer gefunden ist, kann er zur Rechenschaft gezogen werden. Bis dahin bleibt die finanzielle Verantwortung bei Ihnen als Finder.
Aus diesem Grund ist es wichtig, alle Ausgaben genau zu dokumentieren. So können Sie sie später vom Besitzer zurückfordern, sollte er sich melden.
Mikrochip ist mehr als nur Bürokratie
Viele Hundehalter sehen den gesetzlich vorgeschriebenen Mikrochip nur als lästige Bürokratie. Doch er kann im Ernstfall der Schlüssel zur schnellen Rückkehr des Vierbeiners zu seinem Besitzer sein.
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Gerade bei herrenlosen Hunden zeigt sich, wie wichtig der Chip ist. Ohne ihn ist die Suche nach dem Besitzer deutlich erschwert und es drohen teure Folgen für den Finder.
Daher ist es so wichtig, dass Hundehalter den Chip regelmäßig aktualisieren lassen und Finder unbedingt zuerst die Chip-Kontrolle durchführen.
| Vorteile eines Mikrochips | Nachteile ohne Mikrochip |
|---|---|
| – Schnelle Identifizierung und Rückverfolgung des Besitzers – Gesetzlich vorgeschrieben – Ermöglicht eine schnelle Rückkehr des Hundes |
– Aufwändige Suche nach dem Besitzer – Hohe Kosten für den Finder – Rechtliche Risiken bei Adoption |
“Der Mikrochip ist der Schlüssel zur schnellen Rückkehr des Hundes zu seinem Besitzer. Ohne ihn wird die Suche deutlich erschwert und es drohen teure Folgen für den Finder.”
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– Dr. Meike Müller, Tierärztin
“Viele Halter unterschätzen, wie wichtig der Chip für die Sicherheit ihres Hundes ist. Er ist mehr als nur lästige Bürokratie – er kann im Ernstfall wirklich lebensrettend sein.”
– Sarah Becker, Tierschutzexpertin
“Wer einen Hund ohne Chip findet, sollte unbedingt die offiziellen Wege gehen. Eine private Übergabe ist nicht nur illegal, sondern kann auch teure Folgen haben.”
– Thomas Hoffmann, Rechtsanwalt für TierschutzrechtAlso Read
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Egal ob Sie einen Hund zufällig auf der Straße treffen oder er bei Ihnen auftaucht – handeln Sie immer rechtssicher. Nur so können Sie sicher sein, dass der Vierbeiner schnell und unkompliziert zu seinem Besitzer zurückfindet. Auch wenn es manchmal Geduld erfordert, lohnt es sich, die offiziellen Wege zu gehen.
Wie lange muss ich warten, bis ich einen Hund ohne Chip selbst adoptieren kann?
In der Regel müssen Fundsachen wie herrrenlose Hunde zunächst für mehrere Wochen beim Ordnungsamt oder Tierheim verwahrt werden, bevor eine Adoption möglich ist. Die genauen Fristen variieren je nach Bundesland.
Muss ich die Kosten für den Hund selbst tragen?
Ja, als Finder müssen Sie zunächst selbst für alle Ausgaben wie Futter, Unterkunft und Tierarztbesuche aufkommen. Erst wenn der Besitzer gefunden ist, kann er dafür haftbar gemacht werden.
Kann der Besitzer den Hund später noch zurückfordern?
Ja, das ist möglich. Auch wenn Sie den Hund ordnungsgemäß über das Tierheim adoptiert haben, kann der rechtmäßige Besitzer ihn jederzeit zurückfordern. Lassen Sie sich daher unbedingt eine offizielle Adoptionsurkunde ausstellen.
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Wer ist für die Meldung eines herrenlosen Hundes zuständig?
In den meisten Bundesländern ist es Pflicht, einen Hund ohne Chip bei den zuständigen Behörden wie Ordnungsamt oder Polizei zu melden. Nur so kann die Suche nach dem Besitzer offiziell gestartet werden.
Was passiert, wenn der Besitzer sich nicht meldet?
Wenn sich der Besitzer trotz aller Bemühungen nicht findet, können Sie den Hund nach Ablauf der Frist offiziell adoptieren. Das muss aber in jedem Fall über das Tierheim oder Ordnungsamt geschehen.
Kann ich einen Hund ohne Chip einfach so mitnehmen?
Nein, das ist nicht erlaubt. Wenn Sie einen herrenlosen Hund finden, dürfen Sie ihn nicht einfach selbst mitnehmen. Das wäre rechtlich gesehen eine Unterschlagung. Bringen Sie ihn stattdessen zu den Behörden.
Muss ich den Hund bis zur Rückgabe selbst versorgen?
Ja, als Finder müssen Sie zunächst für die Versorgung des Hundes aufkommen. Dazu gehören Futter, Unterkunft im Tierheim und gegebenenfalls Tierarztbesuche. Diese Kosten können Sie später vom Besitzer zurückfordern.
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Was passiert, wenn ich den Hund heimlich woanders unterbringen?
Das ist leider illegal und kann teure Konsequenzen haben. Der rechtmäßige Besitzer könnte Sie auf Herausgabe des Tieres verklagen. Melden Sie den Hund daher immer ordnungsgemäß bei den Behörden.